Die wichtigsten Navigationsinstrumente eines Kapitäns im 19. Jahrhundert zur Positionsbestimmung auf See waren der Magnetkompass, ein Log (Geschwindigkeitsmesser), eine Präzisionsuhr (Chronometer), ein Sextant und nautische Literatur.
Im 18. Jahrhundert wurden in England zwei Präzisionsinstrumente zur verlässlichen Standortbestimmung entwickelt. Der Sextant zur Höhenwinkelmessung von Hadley und das Chronometer zur exakten Zeitbestimmung. John Harrison erbrachte mit dem Bau der berühmten H4 den Nachweis, dass es möglich ist, mit sehr genauen Zeitmessern die geographische Länge zu ermitteln. Harrison legte damit den Grundstein für den Bau der Chronometer wie sie an Bord aller Schiffe Verwendung fanden.
Die Entwicklung der Instrumente war eine technische Meisterleistung. Immer feiner wurden die Möglichkeiten zur Winkel-, Geschwindigkeits- und Zeitmessung und immer genauer konnte man die Position auf See bestimmen. Was auch nötig war: Schon
kleinste Fehlmessungen können große Abweichungen vom Kurs und damit eine
Katastrophe nach sich ziehen – wie im Fall der Elsflether Bark
MARGARETHA.
Das
Museum erlebenDas Schiffahrtsmuseum präsentiert ganz unterschiedliche Messinstrumente zur Positionsbestimmung. Sextanten und Chronometer sind ebenso zu sehen wie einige ungewöhnlichere Gerätschaften: Schnupftabakdosen mit eingravierten Einteilungen zur schnellen nautischen Berechnung und Kronenkompasse, aufgehängt in der Kabine des Kapitäns, um auch von dort aus den Kurs des Steuermanns überwachen zu können.