Die Weserlinie
Die Meldung einlaufender Schiffe in die Wesermündung war für die Hafenstädte Brake oder Bremen Geld wert: Welche Waren hatte es geladen, wie viele Mann wurden zur Entladung benötigt oder stand es vielleicht unter Quarantäne? Das waren nur einige der Fragen, die möglichst noch vor Anlegen des Schiffes geklärt werden mussten. Zu Beginn der 1840er Jahre konnten solche Meldungen nur per Flussboot - und damit nicht viel schneller als das einlaufende Schiff - überbracht werden. Abhilfe sollte die optische Telegraphenlinie zwischen Bremerhaven und Bremen schaffen.
Die Stationen der so genannten Weserlinie waren: Bremerhaven, Dedesdorf, Brake, Elsfleth, Rekum, Vorbrock, Vegesack, Oslebshausen und Bremen. Im Gegensatz zum französischen Vorbild wurde die Weserlinie hauptsächlich durch private Geldmittel errichtet und fast ausschließlich von den Geld gebenden Kaufleuten genutzt. Sie wurde jedoch sehr schnell durch die zeitgleich errichtete und wesentlich leistungsfähigere elektrische Telegraphenlinie verdrängt.
Das Museum erleben
Der Turm des optischen Telegraphen in Brake ist fast vollständig in seiner originalen Form erhalten und mit seinem markanten Äußeren heute das Wahrzeichen von Stadt und Schiffahrtsmuseum.